Gestaltung eines Schildes in Form einer Skulptur für den Erna-De-Vries-Platz in Lathen

Kunde: Samtgemeinde Lathen
Erna De Vries ist eine mittlerweile über 90-jährige Überlebende des NS-Vernichtungslagers Auschwitz. Während der NS-Zeit war sie in diversen weiteren Lagern inhaftiert, da die ursprünglich aus Köln stammende Wahl-Lathenerin halb-jüdisch ist. Unter anderem musste sie auch mit ansehen wie ihre eigene Mutter, mit der sie gemeinsam inhaftiert war, im KZ starb. Das Besondere bei Erna De Vries: sie spricht über diese Zeit, geht in Schulklassen, auf viele Veranstaltungen und hat sich zur Aufgabe gemacht die dunklen Geschehnisse jener Zeit vor dem Vergessen zu bewahren. Dafür wurde sie unter anderem auch mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und ist Ehrenbürgerin der Samtgemeinde Lathen.

Auch zu Ihren Ehren wurde jetzt der Lathener Marktplatz direkt vorm Rathaus in „Erna-De-Vries-Platz“ umbenannt. Dazu machte uns die Gemeindeverwaltung Lathen zur Aufgabe eine Skulptur zu entwerfen, die als Mahnmal zur Erinnerung an den Überlebenskampf von Erna De Vries dienen soll und gleichzeitig als Namensschild für den Platz fungiert.

Wir entwarfen eine lange Eisensäule in Rostoptik, die den Namen des Platzes angeschweißt trägt, oben auf der Säule liegt eine Glaskugel, die durch einen Strahler beleuchtet wird und so einen besonderen Lichteffekt erzeugt. Auch an der Säule angeschweißt ist der Satz der ihr durch den Kopf ging als sie im Vernichtungslager kurz vor ihrem Tod stand: „Ich wollte noch einmal die Sonne sehen“.