Sängerin SOPHIA verzaubert Meppen im alten Güterbahnhof

Am vergangenen Freitag verwandelten sich die Räume der Menke Werbeagentur und des Klavierhauses Dausin wieder in eine gemütliche Konzertlocation. Diesmal zu Gast: Singer/Songwriterin SOPHIA. Die 21-jährige Osnabrückerin steht noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber trotzdem schon ein komplettes Album („What I Found“) veröffentlicht und reist live durch die Republik. Auf ihr Talent sind auch schon die Macher vom Deutschen Rock & Poppreis aufmerksam geworden, für den sie in mehreren Kategorien nominiert ist. Durch das Spielen ihrer Songs im Deutschlandradio ist Jens Menke auf die Sängerin erst aufmerksam geworden!


Sophia war mit kompletter Band nach Meppen gereist und wurde von Bass, Gitarre, Schlagzeug und einem Multiinstrumentalist an Keybord, Saxophon und Akkordeon begleitet. Die sympathische junge Frau fand mit ihrem positiven Wesen sofort einen Draht zu den knapp 90 Gästen im alten Güterbahnhof, auch durch die sehr offenen und ehrlichen Ansprachen vor und nach den Songs. Sie präsentierte ihre selbst komponierten Popsongs, mal schneller zum Mitwippen, mal als ruhige und einfühlsame Ballade. Man merkt, dass die Musik und auch die Texte von ihr kommen und dass sie hinter jeder Zeile steht – die Inspiration zieht sie laut eigener Aussage aus ihrem eigenen Leben und auch nicht selten aus so manchem Liebeskummer der letzten Jahre.

Neben ihren eigenen Liedern präsentierte Sophia aber auch einige neu interpretierte bekannte Songs wie „Take Me To Church“ von Hozier. Später folgte noch der Song „Piano Man“ von Billy Joel, der ihr besonders am Herzen lag, da es der Hochzeitssong ihrer Eltern war. Die Performance wurde während des Songs vom Feuerwerk der Meppener Rathauskirmes untermalt und verlieh ihm einen unerwartet überraschenden Rahmen. Nach kurzer Irritation bei Sophia wegen des unerwarteten Knalls fügten sich Song und Feuerwerk zu einem wundersamen Ensemble.

Die Band machte in der Mitte des Konzerts eine kleine Pause, in der alle Musiker mit dem Publikum ins Gespräch kamen und offen und ehrlich plauderten. Noch besonders zu erwähnen ist Sophias finaler Song am Ende des Konzerts, nach mehreren vom Publikum eingeforderten Zugaben. Es handelte sich um ein traditionelles schottisches Abschiedslied, das sie ohne Begleitung der Band oder eines Instruments, komplett nur mit ihrer tollen und herben Stimme zum Besten gab – ein Gänsehautmoment!

Abschließend kann man sagen: eine tolle junge Sängerin mit viel Potenzial und richtig guten Popsongs zum Verlieben, von der wir in Zukunft bestimmt noch mehr hören. Der alte Güterbahnhof mit seinem historischen Charme war wie immer eine perfekte Kulisse.