Zwei Spitzenpianisten plus Flügel: Ein Fest der Klaviermusik im alten Güterbahnhof!

Eine Pianistin, ein Pianist und ein Flügel – mehr brauchte es nicht für ein fantastisches Klavierkonzert im alten Güterbahnhof Meppen.

Stefanie Löning und Lars Jönsson spielten das „vierhändige“ Konzert am 16. November zusammen.

Jönsson studierte Klavier in Stockholm, Frankfurt a.M. und schließlich am berühmten Tschaikowski Konservatorium in Moskau. Nach seiner Tätigkeit als Solist in diversen internationalen Orchestern gründete er sein eigenes Kammermusikfestival in Schweden und arbeitet als Dozent an verschiedenen Hochschulen. Stefanie Löning kommt aus Kleve am Niederrhein, spielt bereits seit ihrem 6 Lebensjahr Klavier und studierte in Dortmund und Düsseldorf. Sie ist heute bei zahlreichen Chorkonzerten und Kammermusikkonzerten als Musikerin tätig und auch immer wieder Solo am Klavier unterwegs.

Das die Besucher ein schöner Konzertabend in Meppen erwartet, war schon beim Betreten des alten Güterbahnhofs gewiss, der Anblick des schönen schwarzen Flügels im historisch-charmanten Ambiente sorgte für eine gute Grundstimmung. „Gerade für solche intimen Konzerte eignet sich unsere Location perfekt“, waren sich Jens Menke und André Dausin einig. Wenn kein Konzert stattfindet beherbergt der Güterbahnhof die Geschäftsräume der Menke Werbeagentur und des Klavierhauses Dausin.

Die gute Stimmung der Gäste entwickelte sich schnell zur Begeisterung, als die beiden Klavier-Virtuosen Ihren Platz einnahmen. Los ging es mit der Klaviersonate zu 4 Händen vom jungen Mozart – eine perfekter und noch leichter Einstig für das Publikum. Direkt danach folgte die romantische Fantasie in F-Moll von Schubert. Was schon am Anfang beeindruckte, war die perfekte Symbiose des Spiels von Löning und Jönsson. Die Melodien passten nicht nur perfekt zusammen und waren gut abgestimmt, auch wurde das Besondere an solchen 4 händigen Konzerten deutlich: die große Tiefe der Stücke und die detailreichen Ausschmückungen, die nur mit 20 Fingern möglich sind.

Der Applaus steigerte sich von Stück zu Stück, als klar wurde, dass dies wirklich ein besonderer Konzertleckerbissen werden würde. Die gemütliche Stimmung mit den ca. 60 Gästen und das Gefühl, direkt und unmittelbar mit am Klavier zu sitzen, taten ihr Übriges. Zwischen den Songs gaben Löning und Jönsson kurze, informative Erklärungen zu den Songs und hatten dabei natürlich auch die ein oder andere lustige Anekdote parat. Das gab dem Konzert eine ungewöhnlich lockere Atmosphäre.

Nach einer kleinen Pause ging es voller Lebensfreude weiter mit den fünf Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms, gefolgt von den Norwegischen Tänzen von Edvard Grieg ins Finale. Ein fulminantes und beeindruckendes Klavierfeuerwerk mit virtuos geführten vier Händen. Das Publikum ließ seiner Begeisterung für die stimmungsgeladene Aufführung mit reichlichem Applaus freien Lauf. Wie üblich im alten Güterbahnhof standen die Musiker dem Publikum nach dem Konzert noch für Fragen und einen kleinen Plausch zur Verfügung.